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Als Sohn des Reeders und Kapitäns Ramon Suarez Canel und der Josephina Lanza Trellers erblickte Angel Jose Ramon Canel am 29.10.1771 in Puerto des Vega Asturien das Licht der Welt. Getreu seiner Vorfahren fuhr auch er zur See und kämpfte als Soldat für Spanien an der Seite Englands gegen Frankreich. Höchstwahrscheinlich bei der Schlacht von Abukir geriet er in französische Gefangenschaft und wurde auf einer Mittelmeerinsel interniert.

Auf einem russischen Segler gelang ihm schließlich die Flucht nach St. Petersburg, von wo aus er als Kapitän und Super Cargo jahrelang nach Lübeck, Hamburg, Chile und Peru segelte. In der norddeutschen Hansestadt Lübeck traf und heiratete er seine Frau Dorothea Catharina Hermann. Die damals aus dem gewonnenen Krieg gegen Frankreich zurückflutenden russischen Truppen zwangen ihn und seine Frau zu der Flucht nach Hamburg, auf welcher ihnen am 8.4.1812 ihr erster Sohn Friedrich Heinrich Ramon Canel geboren wurde.

Auf Grund der von Napoleon verhängten Kontinentalsperre musste er seinen Seemannsberuf aufgeben und gründete im Folgenden im Jahr 1813 die Firma Canel auf dem Stubbenhuck Nr. 41 in Hamburg. Bereits damals betrieb dir Firma den Handel mit Schiffsausrüstungen - hauptsächlich mit Segeltuch, Leinen und Tauwerk aus Russland, Belgien und Holland.

Hamburg

Hamburg zur Zeit der Belagerung 1813/14

Unter der Geschäftsführung seines Sohnes, Friedrich Heinrich Ramon, wurde 1842 am Baumwall 13/14 ein eigenes Wohn- und Geschäftshaus mit fünfstöckigem Speicher errichtet.

Friedrich Heinrich Ramons beiden jüngeren Söhne, Ramon Canel Junior und Richard Ramon Canel, traten ebenfalls als Teilhaber in die Firma ein und folglich firmierte man ab 1845 unter "Canel & Sohn".

Als nach dem deutsch-französischem Krieg 1870/71 die Wirtschaft wieder aufblühte beteiligte sich das Familienunternehmen an Patenreedereien und unterhielt eigene Lagerräume in Hamburg und Dänemark. Es wurden hauptsächlich Reedereien, Werften, Fischer und Exportfirmen beliefert.

In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts ließ das Unternehmen Canel & Sohn die erste Hafenbarkasse als Werbegag für die Firma Daimler bauen. Zuerst verlacht und als lebensgefährlich betrachtet, diente dieses Fahrzeug als Vorbild für die vielen Barkassen, die Jahrzehnte lang das Bild des Hamburger Hafens prägten.

Nach dem Ersten Weltkrieg ging die Segelschifffahrt zusehends zurück und auch der Bedarf an Segeltuch entsprach dieser rückläufigen Tendenz, da von nun an auch der kleinste Kutter einen Motor benutzte. Dagegen nahm der Bedarf an Drahtseiltauwerk für die Großschifffahrt stetig größere Ausmaße an und die Firma passte ihr Sortiment diesem Wandel an.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren sämtliche Lagerräume von Canel & Sohn zerstört. Auch die deutsche Handelsflotte war nicht mehr vorhanden, sodass der Handel mit Drahtseilen und Tauwerk nur noch minimal betrieben werden konnte. Die erste wieder handelbare Ware trat in Form von amerikanischen Armee-Segeltuchen und Zelten auf, die an Segelmacher und Hafenbetriebe im erstmalig eingerichteten Ladengeschäft umgesetzt wurden.

Nach dem Wiederaufbau und der damit ansteigenden Handelstätigkeit wurde unter der Leitung des Richard Ramon Canels die Firma bis 1960 schrittweise in die neuen Grundstücke am Zippelhaus 2 und Neue Gröninger Straße überführt.

Die verheerende Flutkatastrophe von 1962 traf tausende Hamburger aufs äußerste und auch die Firma Canel & Sohn blieb nicht unverschont. Sämtliche Keller und Parterreräume der neuen Gebäude wurden überflutet und ein hoher Schaden entstand.

Im Jahr 1975 begann Friedrich Ramon Canel seine Tätigkeit als Teilhaber und Geschäftsführer und 1981 folgte ihm in gleicher Position Michael Krisch. Die Räumlichkeiten im Zippelhaus erschienen nicht mehr zeitgemäß und waren durch die vielen Stockwerke äußerst unpraktisch. So entschloss sich das Unternehmen 1987 dazu, ein neues Firmengrundstück von 2000 m² in der Großmannstraße 8 zu erwerben. Das Lager war von nun an auch mit dem Gabelstapler und dem LKW zu erreichen.

Das Geschäft expandierte weiter, und so wurde 2006 ein angrenzendes Grundstück erworben und eine zusätzliche Lagerhalle von 900 m² errichtet. Heute wird die Firma mit 14 Mitarbeitern in der sechsten Generation von Friedrich Ramon Canel und Michael Krisch geführt. Die Kunden der Firma C&S sind nationale und internationale Reedereien, Hafenbetriebe, Export- und Handelsunternehmen. Diese werden nach wie vor mit Tauwerk, Drahtseilen, Laschmaterial, Anschlagketten, Schäkeln, Hebegurten, Segeltuch und Planen beliefert.

friedrich heinrich ramon canel

Friedrich Heinrich Ramon Canel

 

Firmengebäude am Baumwall

Firmengebäude am Baumwall 13/14
(1842-1945)

 

Richard Ramon Canel

Richard Ramon Canel

 

Barkasse

Barkasse

 

Richard Ramon Canel (II)

Richard Ramon Canel (II)

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